Verkaufsoffene Sonntage nach Datum

News

06.08.2016 - 27 verkaufsoffene Sonntage am 07.08.2016

Für den kommenden Sonntag können wir 27 Termine für verkaufsoffene Sonntage über Deutschland verteilt verzeichnen.
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22.07.2016 - 17 verkaufsoffene Sonntage am 24.07.2016

Für den kommenden Sonntag können wir 17 Termine für verkaufsoffene Sonntage über Deutschland verteilt verzeichnen.
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16.07.2016 - 14 verkaufsoffene Sonntage am 17.07.2016

Für den kommenden Sonntag können wir 14 Termine für verkaufsoffene Sonntage über Deutschland verteilt verzeichnen.
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07.07.2016 - 32 verkaufsoffene Sonntage am 10.07.2016

Für den kommenden Sonntag können wir 32 Termine für verkaufsoffene Sonntage über Deutschland verteilt verzeichnen.
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23.04.2016 - 190 verkaufsoffene Sonntage am 24.04.2016

Für den kommenden Sonntag können wir 190 Termine für verkaufsoffene Sonntage über Deutschland verteilt verzeichnen.
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Nach der Schaffensperiode während der übrigen Wochentage fand die Ruhe am siebenten Tag in der Woche bereits in der Bibel eine besondere Erwähnung. Bis heute gilt vom Grundsatz her diese zweckmäßige Regel als dauernde Einrichtung über viele Nationen hinweg. Hierfür sprechen gute Gründe.

Zum einen verlangt der menschliche Körper, will er nicht Schaden nehmen, kontinuierliche Erholungsphasen beim beruflichen Schaffensdrang. Zum anderen verursachen Produktions- und Dienstleistungsprozesse zwangsläufig auch Belastungen durch Lärm, Unruhe und Schmutz. All dies soll die verdiente Sonntagsruhe nicht beeinträchtigen.

Doch wie bei vielem gibt es auch hierbei Ausnahmen. Dazu zählen notwendige Maßnahmen bei der Herstellung und dem Transport von Gütern sowie viele Dienstleistungen, deren Unterbrechung nicht verantwortbar wäre, wie zum Beispiel die Arbeit im Sicherheits- oder Gesundheitswesen. Eine Ausnahmeregelung vom bestehenden Verbot bestimmt in diesem Zusammenhang die verkaufsoffenen Sonntage. Welches Geschäft an einem verkaufsoffenen Sonntag öffnet, hängt natürlich auch von den Entscheidungen der betroffenen Unternehmen ab.

Die konkreten Regelungen von verkaufsoffenen Sonntagen erfassen vor allem die Landesgesetze



Dabei geht es in erster Linie um die Anzahl der zugelassenen Ausnahmen sowie um die Ladenöffnungszeiten. Die Sonn- und Feiertagsruhe ist im Kern verfassungsrechtlich geschützt. Dieser Schutz wird durch die Normen des Bundes und der Länder sowie ordnungsrechtliche Bestimmungen gewährleistet. Kommunale Verordnungen zu diesem Thema müssen sich im Einklang mit den einschlägigen übergeordneten Rechtsvorschriften hierzu befinden. Abweichungen von der gesetzlichen Landeslinie durch einzelne Kommunen mit primär wirtschaftlichen Begründungen werden teilweise beklagt.

Dem unternehmerischen Ziel der Umsatzsteigerung stehen dabei die Interessen von Arbeitnehmern und ihren Familien gegenüber. Kritiker bezweifeln den angestrebten Erfolg von Umsatzsteigerungen und bewerten die Auswirkungen verkaufsoffener Sonntage lediglich als Veränderung der Umsatzverteilung. Aus wirtschaftlicher Sicht verbinden die Unternehmen und teilweise auch die Kommunen mit der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten Hoffnungen auf touristische Auswirkungen.

Somit sollen sich verkaufsoffene Sonntage nicht nur auf die örtliche Wohnbevölkerung auswirken. Unterschiedliche, stadtteilbezogene Verordnungen nehmen bei diesem Entwicklungsprozess zu. Sogar kirchliche Institutionen äußern nachhaltige Kritik im Hinblick auf einen zu großzügigen Gebrauch der Verbotsausnahmen. Insbesondere in Berlin wird das vertretbare Maß hierbei laut Ansicht der katholischen und evangelischen Kirche überschritten. Die zeitliche Bestimmung des Sonntagsshoppings hängt oftmals mit parallel stattfindenden örtlichen Veranstaltungen wie Festen, Märkten und unterschiedlichen Events und Veranstaltungen zusammen. Vielfach spielen dabei Traditionen eine bedeutende Rolle.

Die geschichtliche Entwicklung der verkaufsoffenen Sonntage und Ladenöffnungszeiten



Im Oktober des Jahres 1911 wurde eine erste übereinkunft innerhalb einer großen Anzahl von Kaufleuten erzielt, die eine Ladenschlusszeit von 20 Uhr beinhaltete. Außerdem durfte demnach sonntags für die Zeit von fünf Stunden eingekauft werden. Im März 1919 erfolgte eine Begrenzung der Öffnungszeiten von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Im gleichen Jahr wurde die Sonntagsruhe eingeführt.

Situationsgebundene Veränderungen ergaben sich während des Zweiten Weltkrieges. Nach dem Kriegsende trat eine bundesweite Regelung mit dem "Gesetz über den Ladenschluss" erst 1957 in Kraft. Die bekundeten Interessen der großen und kleinen Unternehmen waren bezogen auf die Ladenöffnungszeiten unterschiedlich.

Marktführende Ladenketten sprachen sich für großzügig bemessene Öffnungszeiten aus. Im Jahre 1957 wurde vor allem aus diesen Gründen die Einkaufszeit an Samstagen modifiziert. Der Ladenschluss wurde für einen Samstag im Monat von 14.00 Uhr auf 18.00 Uhr verlängert, was auch umgangssprachlich zu der Bezeichnung "langer Samstag" führte.

Im Jahre 1960 wurde der Besonderheit des Weihnachtsgeschäftes durch Veränderungen der Ladenöffnungszeiten Rechnung getragen. Hiernach war das Einkaufen an den vier Adventssamstagen bis 18.00 Uhr zulässig. Es folgte der "lange Donnerstag", der erst im Jahre 1989 beschlossen wurde. Geschäfte durften als flexible Regelung im Sinne der Berufstätigen bis 20.30 Uhr geöffnet bleiben.

Eine weitere Veränderung des Ladenschlussgesetzes erfolgte im Jahre 1996. Von montags bis freitags durfte in der Zeit von 06.00 Uhr bis 20.00 Uhr eingekauft werden. Für Samstage wurde der Ladenschluss allgemein auf 16.00 Uhr festgelegt. Ab dem Sommer des Jahres 2003 durften die Geschäfte auch samstags bis 20.00 Uhr geöffnet bleiben. Aufgrund der Föderalismusgesetzgebung im Jahre 2006 erfolgt eine übertragung der Zuständigkeit für die Regelungen der Ladenöffnungszeiten auf die Länder.

Unterschiedliche Normen der einzelnen Bundesländer



Ab dem Jahre 2006 wurden die Möglichkeiten zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten durch die Länder unterschiedlich genutzt. Sieben Bundesländer entschieden sich für eine übernahme der bundesgesetzlichen Regelungen. Die übrigen Länder erließen abweichende Vorschriften im Hinblick auf die Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen. Ansonsten sollten die Unternehmen je nach Struktur und Nachfrage stärker bedarfsorientiert mit den Öffnungszeiten verfahren können. In Berlin dürfen jährlich acht verkaufsoffene Sonntage durchgeführt werden. Dabei finden auch zeitgleiche Veranstaltungen wie zum Beispiel die Internationale Grüne Woche, die Internationale Funkausstellung oder die Internationale Tourismusbörse Berücksichtigung.

Gegen die Bestimmung der vier Adventssonntage als verkaufsoffene Sonntage in Berlin klagte allerdings die Kirche beim Bundesverfassungsgericht. Im Jahre 2009 entschied das oberste Gericht im Sinne des Kirchenantrages. In den anderen Bundesländern werden die verkaufsoffenen Sonntage auf fünf oder sechs Sonntage pro Jahr begrenzt. Apotheken dürfen übrigens auch erst seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes an bis zu vier Sonntagen im Jahr öffnen.

Ein Grund für das Bestreben nach verkaufsoffenen Sonntagen ist für einige Unternehmen auch die Internetkonkurrenz, die sich an Sonntagen über zahlreiche Bestellungen freuen kann. Ein Erlebniseinkauf am Wohnort oder in der Umgebung am gleichen Tag sollte zur Wettbewerbsgleichheit aus Sicht einiger Unternehmen möglich sein.

Gemäß einer repräsentativen bundesweiten Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK aus dem Jahre 2014 werden die verkaufsoffenen Sonntage gerne von den Deutschen genutzt. Hierfür sprach sich die Hälfte aller Befragten aus. Eine deutliche Mehrheit möchte jedoch keine generelle Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen. Dies wurde nur von 27,7 Prozent der Befragten befürwortet. Hinweise auf die konkreten Termine für verkaufsoffene Sonntage in den einzelnen Ländern, Regionen und Städten sind regelmäßig im Internet zu finden.